Außerdem liege das Land mit seinen Zahlen im allgemein zu erwartenden internationalen Trend, der für 2001 bei den verkauften Titeln ein Minus in Höhe von 6,5 Prozent erreichte, so der Verband. Der seit Jahren kontinuierlich steigende Anteil des österreichischen Repertoires am gesamten Tonträgermarkt setzte sich auch 2001 fort. Der Marktanteil nationaler Produktionen stieg im vergangenen Jahr leicht von 11,0 Prozent auf 11,3 Prozent an.
Die erfolgreichsten österreichischen Interpreten waren Rainhard Fendrich, dessen Album „Männersache“ zehn Wochen lang die österreichische Verkaufshitparade anführte, und DJ Ötzi, der mit „Hey Baby“ Nummer eins in den UK-Charts war und mit „Do Wah Diddy“ einen Top-Ten-Platz in Großbritannien belegte. Ihnen folgen Hubert von Goisern, Wolfgang Ambros, Kurt Ostbahn, Georg Danzer, Max, Antonia feat. Sandra, Zabine, Max.Brothers, Brunner & Brunner, Nockalm Quintett, Kastelruther Spatzen, Schürzenjäger, Klostertaler, Crazy Orange, X-Ray, Commander & Lula, DJ Taylor & Flow, Whatever, Daisy und das Rimini Project.
Umsatzstärkstes Marktsegment blieb jedoch der Repertoire-Bereich Pop International mit etwa 80 Prozent Marktanteil. Die erfolgreichsten Interpreten waren hier im Jahr 2001 Robbie Williams – gemessen an den verkauften Stückzahlen des Albums „Swing When You“re Winning“ lag Österreich in Europa auf Platz vier nach den großen Märkten Großbritannien, Deutschland und Frankreich -, No Angels, Enya, Linkin Park, Anastacia, Gorillaz, Dido, Eminem und The Beatles. Die Klassik erzielte einen Marktanteil von rund acht Prozent.
Hervorzuheben ist hier die mehrwöchige Nummer-eins-Platzierung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker unter Nikolaus Harnoncourt in den Austria-Top40-Album-Charts. Der Compilation-Anteil am Gesamtmarkt ist weiterhin stark – etwa jede vierte in Österreich verkaufte CD ist eine Compilation. Zu den erfolgreichsten Compilations zählten „Bravo Hits“, „Ö3 Greatest Hits“, „Kuschelrock“ und „Aprés Ski Hits“.



