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Legales Soribada macht Millionen

Zwei Monate nach dem Start ihres legalisierten P2P-Dienstes kann die koreanische Downloadplattform Soribada mehr als eine halbe Mio. Abonnenten vorweisen. Damit macht der Onlinehändler nun über 1,2 Mio. Euro Umsatz monatlich.

Zwei Monate nach dem Start ihres legalisierten P2P-Dienstes kann die südkoreanische Downloadplattform Soribada mehr als eine halbe Mio. Abonnenten vorweisen. Allein im August hätten sich 300.000 Nutzer für das 3000 Won (2,47 Euro) teure Monatsabo entschieden, das unbeschränkte Downloads aus dem von den Rechteinhabern lizenzierten Katalog gestattet.

Wer seine Songs nach Beendigung seines Abonnemtens dauerhaft als MP3-Datei behalten will, muss zudem 500 Won (41 Cents) pro Titel bezahlen. Damit macht der Onlinehändler derzeit mindestens 1,24 Mio. Euro Umsatz monatlich. Doch was auf den ersten Blick nach einer Erfolgsgeschichte aussieht, muss im Alltag noch eine Hürde nehmen: 13 Labels, darunter die vier Majorkonzerne, kämpfen noch gegen den Pauschalpreis, den Soribada aufgrund von Abkommen mit den Urheberrechtsgesellschaften des Landes festgesetzt hat.

Das Verfahren wird vermutlich erst vor einer staatlichen Schlichtungsstelle entschieden werden. Soribada war einst die beliebteste illegale Tauschbörse Koreas mit bis zu 22 Mio. Nutzern. Nach einem Rechtsstreit mit den Plattenfirmen hat die Plattform auf ein lizenziertes Angebot umgestellt.

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