Musik

Latin Music wächst fünfmal schneller als der restliche US-Markt

Anhand der nun von der RIAA veröffentlichten Jahresbilanz für Latin Music ist zu erkennen, welche Käuferschicht der amerikanischen Musikbranche im Jahr 2004 am stärksten zum Aufschwung verholfen hat. Die Absatzzahlen stiegen um über ein Viertel, der Umsatz um 21,6 Prozent.

Anhand der nun von der RIAA veröffentlichten Jahresbilanz für Latin Music ist zu erkennen, welche Käuferschicht der amerikanischen Musikbranche im Jahr 2004 am stärksten zum Aufschwung verholfen hat: die Fans von lateinamerikanischen Klängen. Die Zahl der an den Handel ausgelieferten Latin-CDs stieg um 23,6 Prozent auf 46,82 Mio. Das entspricht einem Dollarvolumen von knapp über 621 Mio. Dollar – 18,7 Prozent mehr als im Jahr 2003. Besonders stark konnten die Latin-DVDs zulegen: Der Stückzahlenabsatz wuchs um beachtliche 278,2 Prozent auf 1,8 Mio. Einheiten, der Umsatz weist dabei mit 30,56 Mio. Dollar ein Plus von 246 Prozent aus. Insgesamt stieg der Handelsabsatz aller Latin-Veröffentlichungen um 25,6 Prozent auf 48,53 Mio. Einheiten. Der Umsatz der Branche wuchs um 21,6 Prozent auf fast 651 Mio. Dollar an. Damit war Marktsektor Latin im Jahr 2004 deutlich erfolgreicher als der gesamte US-Markt: Die RIAA-Mitglieder lieferten insgesamt 5,3 Prozent mehr CDs an den Handel aus als im Jahr davor. Nach Wert bedeutete dies ein Plus von 2,7 Prozent.

Als Latin Music gelten in dieser RIAA-Statistik alle Veröffentlichungen, die zu mindestens 51 Prozent spanischsprachig sind. Den Löwenanteil mit 60 Prozent hat dabei weiterhin das traditionelle mexikanische Tejano-Genre, Pop und Rock erreichen 31 Prozent des Marktes, die restlichen neun Prozent gehen auf das Konto von Tropical Music. Die Erfolge der Latin Music überraschen offenbar selbst die RIAA-Offiziellen, denn Rafael Fernandez, Vice President Latin Music beim US-Branchenverband, betonte: „Wir wissen, dass Latin Music mehr als alle anderen Genres am stärksten von der Piraterie betroffen ist.“

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