So schillernd sich ihre Biografie liest, so facettenreich klingt auch ihre Musik: Lamya. Die 28-jährige, aus Mombasa, Kenia, stammende und derzeit in London lebende Sängerin schickt sich mit ihrem Debüt-Album „Learning From Falling“ (J Records/BMG Ariola München, Bestellnummer 21 95 316-2) an, zum neuen Stern am Black-Music-Himmel aufzusteigen. Die Chancen stehen gut. Immerhin bringt die exotische Schönheit gute und vielfältige Voraussetzungen mit: eine Stimme über fünf Oktaven, Mehrsprachigkeit, Ausbildung zur Opernsängerin, Erfahrungen als Background-Sängerin bei Künstlern wie David Bowie, Soul II Soul, James Brown sowie die Fähigkeit zur Multi-Instrumentalistin. Das grazile Multitalent komponiert und textet seine Songs meist selbst, und auch als Produzentin hat sie – neben Co-Produzenten wie Nellee Hooper (Massive Attack) und Mark Ronson – selbst Hand angelegt. Tugenden und Talente, von denen auch Clive Davis Wind bekam. „Er hat meine Demos gehört“, sagt Lamya im Gespräch mit musikwoche.de, „und mich höchstpersönlich unter Vertrag genommen.“ Nach, wie sie sich erinnert, genau zwei Tagen Bedenkzeit habe sie Davis über einen vorliegenden Vertragsentwurf informiert. Wie die ersten Single-Erfolge von „Empires“ und „Black Mona Lisa“ beweisen, hat die legendäre Talent-Spürnase von Clive Davis auch bei Lamya nicht versagt. Zumal von ihr noch einiges zu erwarten sein sollte, denn: Ihr Arbeitstag hat nicht selten 24 Stunden. Schlaf braucht sie angeblich nur „alle drei Tage“. „Ich mag die Dunkelheit nicht, deshalb bleibe ich wach und nutze die Zeit für Sinnvolles.“ Oft schreibt sie in diesen langen Nächten ellenlange Gedichte, die – wie im Falle einiger Titel von „Learning From Falling“ irgendwann mal zu Songs werden. Oder sie liest, und das muss nun wirklich jedem etwas schlechteren Latein-Schüler extrem exotisch vorkommen, Ovid oder Catullus im lateinischen Original. „Ich mag die Sprache und die Ausdrucksweise“, beteuert sie, „da schwingt so viel Romantik mit. Mich entspannt das.“
Lamya: Ungewöhnliches Multitalent auf Hit-Kurs
Mit Lamya und ihrem Debüt-Album „Learning From Falling“ präsentiert J Records eine vielversprechende neue Stimme. Clive Davis, Chairman der RCA-Labelgroup, hatte dabei höchstpersönlich seine Finger im Spiel.



