Musik

Laith Al-Deen verzichtet auf Cometen

Sänger Laith Al-Deen beklagt die fehlende Anerkennung deutschsprachiger Popmusik und lehnt seine Nominierung für den Medienpreis Comet in der Kategorie HipHop/R&B ab.

Der Sänger Laith Al-Deen lehnt seine Nominierung für den Medienpreis Comet in der Kategorie HipHop/R&B ab. Al-Deen begründet seinen Schritt mit dem an amerikanischen Genrekategorien ausgerichteten Schubladendenken und der fehlenden Anerkennung deutschsprachiger Popmusik. „Wir übernehmen amerikanische Musikkategorien wie Rhythm and Blues, ohne selbst etwas zu entwickeln. In der Kategorie Act National würde ich mich mehr zu Hause fühlen,“ sagte der Musiker gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Er wies darauf hin, dass sich die Zurückweisung der Comet-Nominierung nicht gegen den Preis an sich oder die Veranstalter richte. Vielmehr wolle er dafür werben, die deutsche Sprache zu nutzen und darauf aufmerksam machen, wie schwer es deutschsprachige Popmusik habe. In diesem Zusammenhang kritisiert Al-Deen vor allem die Radiosender, die er auffordert mehr deutschsprachige Musik in ihre Programme aufzunehmen. Die Cometverleihung findet am 16. August im Rahmen der Popkomm. in Köln statt.

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