Musik

Lack fordert Ausgleich zwischen Content- und Technologiekonzernen

Andrew Lack, CEO Sony BMG, sieht im laufenden Grokster-Verfahren eine Chance zum Ausgleich zwischen der Entertainmentbranche und den Unterhaltungskonzernen. Dennoch müsse klar sein, dass Groksters Geschäftsmodell das Stehlen sei.

Andrew Lack, CEO von Sony BMG Music Entertainment, sieht im laufenden Grokster-Verfahren eine Chance zum Ausgleich zwischen der Entertainmentbranche und den Unterhaltungskonzernen: „Technische Entwicklungen wie der iPod sind ein Freund der Musikwirtschaft. Aber ohne Musik sind diese Geräte nichts wert“, sagte der Konzernchef im Interview mit „USA Today“. Deshalb gebe es auch keinen Streit zwischen den Kreativbranchen und den Geräteherstellern, alle leitenden Manager seien sich darin einig, dass Grokster böse sei. „Ihr Geschäftsmodell basiert auf dem Stehlen“, betonte Lack. Daran und an den bisherigen Verlusten der Branche durch P2P-Börsen ändere auch die Trendumkehr im Musikgeschäft nichts: „Es ist ein Fakt, dass so monatlich rund 200 Mio. CDs gestohlen werden.“

Die Sympathien mancher Acts wie Dave Matthews oder Phish für P2P-Modelle wischte Lack beiseite: Zwar hätten sie das Recht, so zu denken, aber 90 Prozent der Künstler, mit denen er spreche, seien da ganz anderer Ansicht. Man müsse nur Bruce Springsteen oder Don Henley fragen. „Ausnahmen gibt es aber immer.“

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