Ein US-Gericht hat die Stadt Los Angeles zu einer Zahlung von 1,1 Mio. Dollar an die Familie des ermordeten Rappers The Notorious B.I.G. verdonnert. Die Stadt muss Prozesskosten übernehmen und ihre Polizeibehörde soll in dem Mordfall Beweise unterschlagen haben. Die Bezirksrichterin Florence-Marie Cooper blieb mit der festgelegten Summe unter den von der Familie geforderten zwei Mio. Dollar.
„Es scheint offensichtlich, dass das Gericht verstanden hat, dass es sich hier um einen wichtigen wie schwierigen Fall handelt“, kommentierte der Anwalt der Familie, Perry Sanders, das Urteil. Christopher Wallace, wie The Notorious B.I.G. mit bürgerlichem Namen hieß, wurde am 9. März 1997 in Los Angeles erschossen. Die Hintergründe des Mordfalls sind nach wie vor nicht aufgeklärt.
Im vergangenen Jahr strengte seine Familie eine Ziviklage an und kritisierte vor allem das Vorgehen der Behörden. Im Mordprozess sei es zu Verfahrensfehlern gekommen, gab nun auch Richterin Cooper zu. Ein Ermittler der Polizeibehörde habe Beweise unterschlagen. Dabei sei es um Hinweise gegangen, die die beiden ehemaligen Polizisten David Mack und Rafael Perez mit dem Fall in Verbindung bringen. In diesem Jahr wird der Fall erneut vor Gericht verhandelt.


