Musik

„La Paloma“ ist Lied des Jahrhunderts

Die deutschen Fernsehzuschauer haben entschieden: „La Paloma“ ist der Song des Jahrhunderts. Aus den 20 Kandidaten, die am Samstagabend in der GEMA-Gala im Ersten vorgestellt wurden, wählten sie den Evergreen, gesungen von Freddy Quinn, mit 10,9 Prozent aller Stimmen aufs Siegerpodest.

Die deutschen Fernsehzuschauer haben entschieden: „La Paloma“ ist der Song des Jahrhunderts. Aus den 20 Kandidaten, die am Samstagabend in der GEMA-Gala im Ersten vorgestellt wurden, wählten sie den Evergreen, gesungen von Freddy Quinn, mit 10,9 Prozent aller Stimmen aufs Siegerpodest. „La Paloma“, das es weltweit in schätzungsweise 5000 verschiedenen Fassungen gibt (von denen das Label Trikont in einer kleinen CD-Serie die interessantesten zusammengestellt hat), verwies „Yesterday“ von den Beatles mit 9,5 Prozent auf den zweiten, „Rivers Of Babylon“ (Boney M.) mit 9,3 Prozent auf den dritten Platz.

Die 20 Titel, die Moderator Axel Bulthaupt in der Gala-Show anlässlich des 100. Geburtstages der GEMA präsentierte, waren das Ergebnis einer Abstimmung der Leser von „Bild“ und „Bild am Sonntag“, die aufgerufen waren, ihre Favoriten aus den 100 erfolgreichsten GEMA-Titeln aller Zeiten zu nennen. Das Ergebnis der deutschlandweiten Leserwahl ergab eine von Werner Kimmig produzierte Show, die gehobene und abwechslungsreiche Fernsehunterhaltung auf hohem Niveau bot. Dass weder die Scorpions ihr „Winds Of Change“ noch Nena ihre „99 Luftballons“ selbst vorstellten, darf eher als glückliche Fügung gelten. Dass Fritz Rau über echte und falsche Superstars philosophierte und später Daniel Küblböck „Satisfaction“ von den Rolling Stones interpretierte, war zumindest amüsant. Interessant auch der Auftritt des Enkels von Rudy Schuricke, der die „Caprifischer“ seines Großvaters in einer Techno-Light-Version interpretierte – Andy Jonas machte als Sänger der Gruppe Tagträumer beim diesjährigen Vorentscheid zum Grand Prix Eurovision auf sich aufmerksam. So bot die Show noch diverse musikalische Überraschungen und damit auch einen würdigen Schlusspunkt zu den Feierlichkeiten im 100. Jahr der GEMA.