Bereits in der RTL-Dschungel-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ offenbarte Daniel Küblböck ein mitunter arg dünnes Nervenkostüm. Verursachten damals noch daumengroße Kakerlaken hysterische Anfälle bei dem 18jährigen, reichten in der ProSieben „Mc Chart Show“ am Samstag einige Buhrufe, um den Jungstar aus der Fassung zu bringen.
Zunächst gab der Eggenfeldener wie gewohnt alles, räkelte sich, sprang und posierte mit vollem Körpereinsatz auf der kleinen Bühne des TV-Studios, während er seine aktuelle Single „The Lion Sleeps Tonight“ zum Besten gab. Das Publikum wollte diesen Einsatz jedoch nicht recht honorieren und quittierte den exaltierten Auftritt mit spärlichem Applaus und vereinzelten Buh-Rufen – die die Stimmung des Beinahe-Superstars wohl in Rekordtempo in den Keller beförderten.
Zum anschließenden Interview mit Moderator Andreas Türck fläzte sich Küblböck auf die Treppe der Studiokulisse, wo er in leicht benebelt wirkender Apathie Türcks Fragen anhörte – um dann die Sau rauszulassen. Angesprochen auf seinen Sieg bei der Wahl zum nervigsten Deutschen, erklärte Küblböck: „Meine Fans lieben mich, aber dann gibt es noch so abgefuckte Typen“ und zeigte dabei auf Gäste aus dem Publikum.
Von der Tadelung durch Türck („Solche Worte wollen wir hier nicht hören“) ließ sich Küblböck indes wenig beeindrucken und konterte auch die nächste Frage mit explizitem Wortschatz. Was er denn zur Entspannung mache, wollte Türck wissen: „Ich sitze gerne vor dem PC“, erklärte Küblböck. „Während andere halt daheim liegen und wichsen, sitze ich vor dem Computer.“ Und wieder ein Klaps von Türck auf den Oberschenkel – „Aber Daniel!“.
Gegenüber der Münchner Tageszeitung tz, erklärte Vater Küblböck, gleichzeitig Manager des Sohnes: „ProSieben hat uns versprochen, die Szene rauszuschneiden“. Weiter stellte er klar, sein Sohn könne „sehr gut mit Kritik um gehen. Aber jeder hat mal schlechte Laune“.


