Musik

Konzertverbot für Slipknot?

Die griechisch-orthodoxe Kirche ist entsetzt.

Es könnte ihr erster und letzter Auftritt in Griechenland gewesen sein: Die amerikanische Metalband Slipknot hat bereits im Vorfeld ihrer Show in Athen für Schlagzeilen gesorgt. Religiöse Führer liefen Sturm gegen das neunköpfige Ensemble, das nicht nur für seine brachiale Musik, sondern auch für ein extremes Bühnenoutfit bekannt ist.

Die Schock-Rocker aus Iowa verstecken ihre Gesichter hinter Masken, die wie aus einem blutigen Horrorfilm entsprungen wirken. Dazu tragen sie zumeist einheitliche Overalls, die wie Uniformen aussehen. Eine lokale Zeitung zitierte die kirchlichen Würdenträger: „Öffentliche Einrichtungen müssen ihrer Pflicht nachgehen und griechische Mitbürger vor jeglicher Veranstaltung schützen, die Satanismus verherrlicht.“

Hölle, Hölle, Hölle!

Ausrichten konnte die Protestwelle nichts – das Open-Air-Konzert fand Anfang der Woche wie geplant im gut besuchten Lykavitos Theater statt. Die Veranstalter äußerten sich nicht zu den Anschuldigungen. Abzuwarten bleibt jedoch, ob die Kirche, die in Griechenland nach wie vor ein großes öffentliches Mitspracherecht genießt, künftige Auftritte der Band verhindern wird.