Musik

Konzerte für Fans

Inmove

Die Firma Inmove wurde 1994 von Sven Borges, der früher für das soziokulturelle Zentrum Kraftwerk Chemnitz tätig war, und Mike Schorler, selbst bereits früher für das AJZ Chemnitz in der sächsischen Liveszene aktiv, gegründet. „Irgendwann sind wir mit den Veranstaltungen in unseren Konzerthäusern an die Grenzen gestoßen“, erzählt Schorler. Daher hätten sich die beiden überlegt, größere Konzerte mit Inmove auf eigenes Risiko zu veranstalten.

Die beiden ostdeutschen Live-Highlights des Genres in diesem Jahr kommen denn auch aus dem Hause Inmove: Am 14. Juni wird Marilyn Manson in der Messehalle 1 in Dresden seine einzige Indoorshow in diesem Sommer geben. Beim Woodstage Openair, das am 19. Juli im Gründelpark in Glauchau stattfinden wird, sind unter anderem Wolfsheim, Fury In The Slaughterhouse, Covenant, Phillip Boa & The Voodooclub, 18 Summers, Oomph!, Blutengel und Letzte Instanz zu bewundern.

Zusätzlich zu ihrer Tätigkeit mit Inmove sind Mike Schorler und Sven Borges zusammen mit Partner Thomas Görnert zudem an der Treffen- und Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH beteiligt, die auch in diesem Jahr wieder das Wave-Gotik-Treffen, die wichtigste Veranstaltung der Szene, veranstalten wird, und mittlerweile zum zwölften Mal die Stadt Leipzig zu Pfingsten schwarz färbt. Neben der weltweit größten Szenemesse, einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Lesungen, DVD-Präsentationen und Autogrammstunden sowie einem Mittelmarkt und einem „Heidnischen Dorf“ können die rund 20.000 erwarteten Besucher zwischen Auftritten von weit über 100 Künstlern wählen, darunter DAF, VNV Nation, The 69 Eyes, Laibach und Deine Lakaien. „Wir können uns nicht über einen Besucherschwund beklagen“, sagt Schorler, die Zukunft sieht er allerdings nicht nur rosig: „Die Kosten für Konzerte sind in den Nebenleistungen gestiegen, und dementsprechend wirkt sich dies auf die Eintrittspreise aus. Das hat natürlich zur Folge, dass die Leute zweimal überlegen, ob sie sich ein Konzert einer Band, von der sie bis jetzt vielleicht nur gehört haben, leisten wollen. Ich sehe ein großes Problem darin, dass man junge Bands so kaum noch etablieren kann. Deswegen sind wir froh, das Wave-Gotik-Treffen zu veranstalten, um auch Newcomern eine Chance zu geben.“