Die neuen Formen des Musikkonsums gewinnen immer mehr an Bedeutung. Laut einer Studie der Marktforscher der NPD Group, nutzen im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich mehr Musikfans die Möglichkeiten, Audiodateien am Computer oder auf einem digitalen Musikplayer anzuhören. „Die Technologieunternehmen bringen neue Geräte wie Musikplayer und speziell aufgerüstete PCs auf den Markt, die Musikunternehmen liefern mehr Inhalte und die Konsumenten reagieren positiv auf die neuen Möglichkeiten“, fasst Russ Crupnick, President der NPD Group die Entwicklung zusammen.
Das Radio behaupte dabei nach wie vor seine führende Position beim Musikkonsum. Die Radio-Nutzung hat jedoch laut NPD im Monat März Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent abgenommen. 2005 hörten demnach rund 194 Mio. Personen im Alter ab 13 Jahren Musik übers Radio. Die Anzahl derjenigen, die sich Musik am Computer anhören stieg hingegen um 22 Prozent auf 77,2 Mio. Online-Radios konnten laut der Studie ebenfalls einen satten Zuwachs verbuchen. Sie legten um 18 Prozent zu und zählten 53,3 Mio Hörer. Das stärkste Wachstum bescheinigen die Marktforscher der Musiknutzung per Stream. Diese stieg um ganze 37 Prozent und wird demnach von 46,1 Mio. Mediennutzern in Anspruch genommen.
Außerdem belegt die Studie von NPD, dass die Konsumenten großen Wert auf die Übertragbarkeit von Musikdateien legen. Das Rippen von CD auf den PC verdoppelte sich seit März 2004, ebenso der Transfer der Dateien auf einen Musikplayer. Das Wachstum bei den legal gekauften Musikdownloads beziffert NPD mit 93 Prozent. Die Visits auf Musikseiten im Internet haben um sieben Prozent zugelegt. Russ ist sich sicher, dass die Bandbreite der Möglichkeiten, die zum Erwerb und zur Nutzung von Musik zur Verfügung stehen, beim Konsumenten keine Verwirrung verursachen. Vielmehr trügen sie dazu bei, dass sich der Einzelne mehr Musik erschließen könne als früher.


