Die neu ins Leben gerufene österreichische Medienbehörde KommAustria hat über die bestehenden Lizenzen von 23 Privatradiosendern befunden. Resultat: Die bei Jugend und Musikbranche sehr beliebte Wiener Station 92.9 Hit FM muss der Donauradio GmbH weichen. Das ist der erste mediale Regulierungsschritt, der in Österreich vollzogen wurde. Die Begründung der von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel installierten KommAustria: Eine Erneuerung der Lizenz käme einer Einschränkung der Medienvielfalt gleich. Hintergrund: Hit FM wird betrieben von der Privatstiftung des Verlegers Hans Dichand, der mit seiner Zeitung „Krone“ eine marktbeherrschende Stellung in Österreich einnimmt und bereits mehrere andere Radiosender (Krone HITr@dio) betreibt. Die Entscheidung der KommAustria löste in der Alpenrepublik jedoch ein ungeahntes Echo aus. Viele Medien und Fans von Hit FM wandten sich öffentlich gegen den Beschluss, da sie in dem Sender eine gern gesehene Alternative zu den marktbeherrschenden Formatradiosendern sehen. Sogar Wiens Bürgermeister Michael Häupl äußerte sich zum Vorgehen der KommAustria und bezeichnete den Lizenzentzug als „Skandal“. Vertreter der Regulierungsbehörde verteidigten ihre Entscheidung mit dem Hinweis, sie seien eine „weisungsfreie“ Instanz, die regierungsunabhängig arbeite. 92.9 Hit FM hatte sich in den rund zehn Monaten seines Bestehens eine Position erarbeitet, die bei der österreichischen Musikbranche mit Freude zur Kenntnis genommen wurde. Der Sender etablierte sich bei einer vornehmlich jugendlichen Zielgruppe als Alternative zwischen Ö3 und FM 4.
KommAustria verweigert 92.9 Hit FM eine neue Lizenz
Die neu ins Leben gerufene österreichische Medienbehörde KommAustria hat über die bestehenden Lizenzen von 23 Privatradiosendern befunden. Resultat: Die bei Jugend und Musikbranche sehr beliebte Station 92.9 Hit FM muss der Donauradio GmbH weichen.


