Chris Jagger spielte das Album mit seiner Band Atcha! ein. Mit dabei prominente Gäste wie David Gilmour (Pink Floyd), der auf zwei Songs Gitarre zupft, sowie seinem Bruder Mick Jagger, mit dem er ein Duett singt. In den fünf Jahren seit seinem letzten Album, „Channel Fever„, schrieb Chris Jagger neue Songs und suchte eine neue Plattenfirma.
„Das Problem bei den Vertragsverhandlungen war immer wieder, dass die Firmen das Material zuerst hören wollten, wir ihnen aber nichts vorspielen konnten.“ Deswegen habe er das Album selbst produziert und finanziert, erklärt Chris Jagger. Wenn es nach dem Sänger und Songwriter gegangen wäre, hätte dieser Prozess nicht so viel Zeit in Anspruch genommen. „Ich hoffe, dass ich mit SPV jetzt eine Firma gefunden habe, mit der ich längerfristig zusammenarbeiten kann.“
Ungewisse Zukunft
Obwohl Chris Jagger in der Vergangenheit viele negative Erfahrungen machen musste, will er mit „Act Of Faith“ noch einmal sein Glück versuchen. Doch er ist realistisch und macht sich nichts vor. „Heute ist es doch so, dass die Mitarbeiter einer Plattenfirma selbst nicht mehr wissen, ob sie übermorgen überhaupt noch dort arbeiten, egal wie gut sie sind.“
Mit Keyboarder Charlie Hart, Gitarrist Jim Mortimore, Bassist Paul Mortimore und Schlagzeuger Malcolm Mortimore hat Jagger zwölf neue Songs zwischen Bluesrock und Cajun eingespielt, in denen er zeigt, dass er als Songwriter mit allen Wassern gewaschen ist. Besonders am Herzen lag ihm, dass er seine Musik mit der jungen Generation teilen kann.
Arbeitswütig
Dabei hilft ihm Jim Mortimore, der Sohn seines Schlagzeugers Malcolm. „Jim hatte als Produzent entscheidenden Anteil am Gelingen der Aufnahmen. Er ist erst 23 Jahre alt und kennt sich auch bei Drum ’n‘ Bass sehr gut aus. Mir war es wichtig, dass er unseren Sound so zeitgemäß wie möglich aufnimmt.“
Deshalb ist „Act Of Faith“ kein Retroalbum, sondern eine Platte, die fest im Hier und Jetzt verankert ist. Und Chris Jagger blickt schon in die Zukunft: „Ich habe so viele Songs geschrieben, dass ich mühelos sofort einen weiteren Longplayer aufnehmen könnte.“
Der Zusammenarbeit mit Bruder Mick misst er keine große Bedeutung bei, obwohl sie das Interesse an seinem Album steigern dürfte: „Wir wollten schon oft einmal zusammen einen Song aufnehmen, und diesmal hat es endlich geklappt.“


