Als erster deutscher Radiosender strebt das Augsburger Klassikradio an die Börse: „Unsere Aktien sollen ab dem 15. Dezember am Geregelten Markt in Frankfurt notiert werden“, erklärte Unternehmenschef Ulrich Kubak der Nachrichtenagentur Reuters. Kubak hält rund 68 Prozent an der Gesellschaft, weitere 20 Prozent liegen seit Juli 2004 bei dem durch sein Engagement beim angeschlagenen Fußballklub Borussia Dortmund einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gewordenen Investor Florian Homm.
Der von der ING BHF Bank begleitete Börsengang erfolgt allerdings nicht im Zuge eines Initial Public Offerings als breit gestreute Platzierung. Stattdessen habe man zunächst rund fünf Prozent des Grundkapitals im Rahmen eines Mitarbeiter- und Geschäftspartnerprogramms angeboten. Knapp 245.000 Anteilsscheine seien dabei bereits zu einem Preis von sechs Euro gezeichnet worden. Innerhalb der nächsten sechs Monate soll dann der Streubesitz auf gut elf Prozent des Grundkapitals wachsen. Klassikradio erzielte im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2004 Umsätze in Höhe von rund 6,149 Mio. Euro. Auch das vierte Quartal „entwickelt sich bisher überdurchschnittlich gut“, ergänzte Kubak gegenüber der „dpa“. Der Sender arbeite profitabel. Die Börsennotiz soll in erster Linie die Bekanntheit des Senders steigern helfen.



