Die Klarinettenlegende Artie Shaw ist tot. Der 94-Jährige starb am 30. Dezember nach langer Krankheit. Der Jazzmusiker, der von Kritikern als „King of Swing“ geehrt wurde, hatte sich vor einigen Jahren die Hüfte gebrochen und wurde seither nie wieder richtig gesund.
Shaw, der unter Jazzern als der bedeutendste Klarinettist neben Benny Goodman galt, hatte seine künstlerische Hochphase in den 30er- und 40er-Jahren. 1954, im Alter von 44 Jahren, legte er sein Instrument nieder – er wolle nicht mehr spielen, da es ihm unmöglich erscheine, die von ihm angestrebte Virtuosität jemals zu erreichen, sagte er damals. Der unter dem bürgerlichen Namen Arnold Jacob Arshawsky geborene Musiker wagte sich erst viel später wieder zurück in die Öffentlichkeit, als er ab 1981 wieder mit einer Big Band auf Tournee ging.
Zu Shaws größten Erfolgen zählten Titel wie „Begin The Beguine“, „Oh, Lady Be Good“, „Stardust“, „Indian Love Call“, „Traffic Jam“, „Moonglow“ und „Frenesi“. Obwohl er als Musiker schon früh den Rückzug ins Private antrat, blieb Shaw den Klatschspalten erhalten. So war er u. a. mit den Hollywoodstars Lana Turner und Ava Gardner verheiratet; insgesamt heiratete Shaw acht Mal.



