Die Klagen des US-Phonoverbandes RIAA gegen Nutzer von Online-Tauschbörsen scheinen die beabsichtigte Wirkung im Verhalten von Filesharing-Usern zu erzielen: Laut einer Umfrage des Pew Internet Projects hat sich die Zahl der US-Amerikaner, die über Tauschbörsen Musik aus dem Internet herunterladen, seit Beginn der Klagewelle halbiert. Nach 29 Prozent im Frühjahr 2003 ziehen nun 14 Prozent der von Pew Befragten Musikdownloads aus dem Internet. Das entspricht hochgerechnet rund 18 Mio. Internetnutzern. Täglich lädt rund ein Prozent von ihnen File-Sharing-Programme auf ihre Rechner. Bei der letzten Umfrage waren es noch vier Prozent. Die Autoren der Studie sprechen aufgrund dieser Zahlen von einem „Wendepunkt“. Zugleich räumen sie allerdings ein, dass das Ergebnis auch damit zusammenhängen könne, dass sich weniger Musikfans zur Nutzung von Tauschbörsen bekennen. Damit sei die Botschaft der Musikindustrie in Form eines gestiegenen Unrechtsbewusstseins aber trotzdem bei der betroffenen Personengruppe angekommen.
Klagewelle zeigt Wirkung
Laut einer Umfrage des Pew Internet Projects hat sich die Zahl der US-Amerikaner, die über Tauschbörsen Musik aus dem Internet herunterladen, seit Beginn der Klagewelle halbiert.


