Musik

King Crimson: Rock-Veteranen auf Verjüngungskur

Für die Veröffentlichung ihres neuen Albums „The Power To Believe“ hat die britische Rock-Band King Crimson die Plattenfirma gewechselt und einen Vertriebsdeal mit Sanctuary Records abgeschlossen.

Robert Fripp und unser Manager David Singleton erhoffen sich von diesem Schritt und unserem neuen Partner, dass wir so auch ein jüngeres Publikum erreichen“, so Gitarrist und Sänger Adrian Belew im Gespräch mit musikwoche.de zum Hintergrund dieser Entscheidung. „Als wir bei unserer letzten Tournee Tool als Opener dabei hatten, schien unsere Musik bei deren Fans sehr gut anzukommen – es gibt sicher viele junge Musikfreunde, denen unsere Musik gefallen würde.“

Das große Interesse am neuen Album „The Power To Believe“ (Bestellnummer: 345.4506.2, VÖ: 24. Februar) bestätigt auch die bei Sanctuary zuständige Label-Managerin Maren Kumpe. „Bei der Promotionreise mit Adrian Belew gab es ein breites Spektrum an Interessierten: von der Avantgarde-/Jazz-Presse über Metalmagazine, Artrock- und Progressive- Spezialisten bis hin zu Musikermagazinen.“ Mehrere Radiosender wie der WDR, SWR oder Radio Bremen seien erfreulich gut auf das Thema eingestiegen. Neben einer umfassenden Medienbemusterung seien zudem Handelsaktionen geplant. „The Power To Believe“ ist das 13. Studiowerk der 1968 gegründeten Band und beschert laut Adrian Belew einige Neuerungen: Das Konzeptalbum zum Zustand der Welt entstand als „Work In Progress“, die Stilpalette umfasst lange, experimentelle Instrumentalpassagen bis hin zu fast Metal-mäßigen Nummern. Der Bassist Tony Levin war verhindert, und Drummer Bill Bruford ist ebenfalls nicht mehr dabei; wobei es im Falle Bill Bruford laut Adrian Belew so ist, dass der Drummer und Bandleader Robert Fripp sich musikalisch nichts mehr zu sagen haben, „was ihre Freundschaft allerdings nicht tangiert“.