Musik

Kennedy will nach China

Der chinesische Markt berge gewaltige und derzeit weit gehend ungenutzte Möglichkeiten für die Musikbranche, findet John Kennedy. Der President & COO von Universal Music International präsentierte auch noch weiteres Brachland in Cannes.

Der chinesische Markt berge gewaltige und derzeit weit gehend ungenutzte Möglichkeiten für die Musikbranche, findet John Kennedy. Der President & COO von Universal Music International präsentierte auch noch weiteres Brachland in Cannes. Im Rahmen des Konferenzteils der Branchenanwälte sagte Kennedy: „Die schlechte Nachricht ist: 90 Prozent des chinesischen Musikmarkts werden von Piraten bestimmt und es gibt Zensur. Die gute Nachricht ist: Die Ein-Kind-Politik in China hat dafür gesorgt, dass jedes Kind im Idealfall zwei Elternteile und vier Großeltern hat, die es mit Geschenken versorgen können.“ Und diese Geschenke könnten sehr wohl von der Musikindustrie gestellt werden. Kennedy nannte als weitere Wachstumsfelder die Bereiche Mobile Entertainment, Klingeltöne und DVDs. „Im Moment hören zwar 100 Prozent der Weltbevölkerung Musik, aber nur acht Prozent bezahlen dafür“, so Kennedy. „Das heißt also, wir müssen die anderen 92 Prozent noch dazu bewegen.“ Der Universal-Manager nahm auch Stellung zu dem Vorwurf, die Industrie würde mit ihren Klagen gegen Filesharer potenzielle Kunden wie Verbrecher behandeln: „Wenn sie stehlen, sind sie nunmal keine Kunden.“