Musik

Kelly Clarkson goes Punk

Die „American Idol“-Gewinnerin beweist einmal mehr musikalische Eigenständigkeit und holt sich Punklegende Mike Watt ins Studio.

Spätestens mit Veröffentlichung ihres zweiten Albums war klar, dass Kelly Clarkson keine typische Casting-Marionette ist. Straight und ehrlich fiel das Ergebnis aus, von hirnlosem Nachgesinge seelenlosen Mainstreampops keine Spur. Jetzt untermauert das 24-jährige Stimmwunder ihre Eigenständigkeit nochmals: Für ihr drittes Album hat sie sich die Dienste von Punkpionier Mike Watt gesichert.

Der Bassist und Mitbegründer der legendären Punk-Combos Minutemen und fIREHOSE war sich zunächst nicht ganz sicher, was er da eigentlich tat. Anfangs fand er das Projekt „ziemlich interessant“, gleichzeitig war er aber auch skeptisch, da er kaum etwas über Clarkson wusste: „Ich hatte gehört, dass Kelly eine Game Show gewonnen hatte. Aber als ich dann hörte, wie sie sich die Seele aus dem Leib sang, war ich ziemlich beeindruckt. Das war stark. Ich bin wirklich froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte – das war ein ganz schöner Trip und jeder hat mir seinen Respekt dafür gezollt.“

Vorab geadelt

Bedenkt man, dass Watt derzeit auch mit Iggy Pop und den wiedervereinten Stooges zusammenarbeitet, lässt sich also der Schluss ziehen, dass selbst Musikikone Pop von dem Nebenprojekt seines Bassisten angetan ist. Wenn das mal nicht Lorbeeren der Sonderklasse für Kelly Clarkson sind.