Musik

Keane werden kühn

Das zweite Album beinhaltet mehr Experimente.

Dürfen die das? Sich von den wunderschönen Melodien ihres Debüts abwenden? Und damit quasi „Hopes And Fears“ bei ihren Fans auslösen? Klar, denn viel ändern werden Keane ohnehin nicht an ihrem Sound. Nur weil Sänger Tim Chaplin der Presse erzählt, dass man sich weiterentwickeln und einer neuen Richtung zuwenden wolle, heißt das noch lange nicht, dass das traurige Trio im Frühjahr als moschende Metalband zurückkehrt.

Man wolle aber definitiv nicht zu glatt klingen, erläuterte Chaplin das angestrebte Konzept der neuen Platte. Und weiter: „Wir wollen etwas, das roh, funky und aufregend ist, etwas, das unsere Live-Shows besser reflektiert.“ Dass die Jungs mit ihren Ambitionen nicht danebengreifen, dafür wird Andy Green sorgen. Der Produzent behielt schon beim Erstling von Keane die Fäden in der Hand und wird diese gewiss nicht verknoten wollen.

Elb-Coast-Mädels aufgepasst!

Das Ergebnis wird es dann voraussichtlich im Frühling zu hören geben. Einer inoffziellen Tracklist zufolge dürfen sich insbesondere die Elbbewohner auf den Nachfolger von „Hopes And Fears“ freuen. Denn einer der 13 Songs ist in gewisser Weise ihnen gewidmet, trägt er doch den irgendwie schon jetzt melancholischen Titel „Hamburg Song“.