Dieser Tage startet eine Werbekampagne von KaZaA, mit der die Tauschbörse die Aussage transportieren will, dass ihre User bereit wären, für legale Inhalte zu bezahlen. Mit einem Mediabudget von rund einer Mio. US-Dollar schaltet Sharman Networks, die Betreiberfirma von KaZaA, ganzseitige Anzeigen in den USA („Wall Street Journal“, „Los Angeles Times“, „Village Voice“, „Rolling Stone“, „Chicago Reader“ und diversen College-Magazinen), Großbritannien („The Guardian“, „Metro“) und Australien („Sidney Morning Herald“). Mit Hilfe des Claims „KaZaA – Join The Revolution“ will das Unternehmen verdeutlichen, dass seine 60 Mio. Nutzer keine Piraten, sondern potenzielle Kunden sind. Die Unterhaltungsindustrie ignoriere einen Markt, indem sie sich immer noch dagegen wehre, Lizenzen an Tauschbörsen zu vergeben. KaZaA-Nutzer würden einen „fairen Preis“ für legale Inhalte bezahlen, so die Verantwortlichen. Alan Morris, Executive Vice President bei Sharman, findet: „In der Vergangenheit mussten wir immer als Sündenbock herhalten. Wenn es P2P-Systeme nicht gäbe, würde sie die Industrie erfinden, um eine Ausrede zu haben.“ Seiner Firma gehe es vielmehr darum, den Film- und Musikfirmen vor Augen zu führen, dass man bereit zur Zusammenarbeit sei: „Wir wollten immer Geschäfte mit den Labels machen.“ In den Anzeigen ruft KaZaA seine Nutzer auch dazu auf, sich Entertainmentprodukte digital zu kaufen und sich mit den Rechteinhabern in Verbindung zu setzen, um mehr legale Produkte zu fordern.
Mehr zum Thema Zur KaZaA-„Revolution“-Seite (17.11.03)


