Musik

KaZaA verursacht erneut Ärger bei der Musikindustrie

Während KaZaA seit dieser Woche seine File-Sharing-Software in einer neu überarbeiteten Version anbietet, hat die umstrittene Online-Tauschbörse eine Zusammenarbeit mit dem Internetdienstleister Tiscali vereinbart.

Während KaZaA seit dieser Woche seine File-Sharing-Software in einer neu überarbeiteten Version anbietet, hat die eine Zusammenarbeit mit dem Internetdienstleister Tiscali vereinbart. Demnach bewirbt Tiscali sein Angebot für einen High-Speed-Internet-Zugang bei KaZaA als „zuverlässiges Breitbandangebot für ein gesteigertes P2P-Erlebnis“. Für jeden KaZaA-Nutzer, der daraufhin Tiscali-Kunde wird, zahlen die Italiener eine Art „Kopfgeld“ an die australische Firma Sharman Networks, Besitzer der Tauschbörse. Ein Tiscali-Verantwortlicher begründete das Geschäft mit der Hoffnung, dass Dienste wie KaZaA den Druck auf Plattenfirmen erhöhten, neue Vertriebsformen zu entwickeln. Deshalb sei die Kooperation ein „wichtiger Schritt einen legalen Markt zu schaffen“. Dem widersprach IFPI-Chairman & CEO Jay Berman. Er sei schockiert, dass Tiscali, das zusammen mit OD2 bereits ein betreibt, dies glaube. Die vorgebrachte Argumentation sei „absoluter Unsinn.“ Weiteren Unmut auf Seiten der Plattenfirmen und ihrer Verbände verursacht die neue Version KaZaA 2.0. Sie bietet die Möglichkeit, komplette Alben als Playlists herunterzuladen sowie ein „Integrity Rating“. Hierbei bewerten User die Qualität von tauschbaren Dateien, um die von der herauszufiltern. Nächster US-Gerichtstermin in der ist übrigens der 2. Dezember.