Musik

KaZaA-Erfinder wieder im Visier der Musikindustrie

Der KaZaA-Mitgründer Niklas Zennström bringt mit PeerCache eine neue Software zur Optimierung des Datentauschs im Internet auf den Markt und zieht damit erneut den Zorn der Musikindustrie auf sich.

Niklas Zennström, Mitgründer des P2P-Systems KaZaA, bringt mit PeerCache eine neue Software zur Optimierung des Datentauschs im Internet auf den Markt und zieht damit erneut den Zorn der Musikindustrie auf sich. Das Programm speichert häufig angeforderte Daten auf speziellen Servern und ermöglicht so den P2P-Nutzern, Musik-Files statt von anderen Usern direkt von ihrem Internet Service Provider (ISP) herunterzuladen. Dies soll den Datenfluss um bis zu 50 Prozent reduzieren. Nach Meinung von Internetexperten werde PeerCache so die Filesharing-Kosten für ISPs reduzieren und die Download-Geschwindigkeit für User steigern. Zennström bietet sein neues Produkt bereits verschiedenen ISPs an und gewann mittlerweile drei Großkunden, darunter die France-Telekom-Tochter Wanadoo Netherlands. Die IFPI zieht bereits rechtliche Schritte gegen den PeerCache-Hersteller Joltid und die beteiligten Provider in Erwägung. Zennström hingegen beharrt darauf, dass die Technologie in den USA und Europa legal sei. Der schwedische Entwickler verkaufte im vergangenen Jahr die KaZaA-Software sowie die dazugehörige Website, nachdem ihn der US-Branchenverband RIAA verklagt hatte.