Die 2000 gegründete Gruppe, bestehend aus Bassist Chris Cain, Gitarrist Keith Murray und Schlagzeuger Michel Tapper, hat eine Vorliebe für drei Minuten lange Songs, die sofort ins Ohr gehen. Bereits mit ihrem Auftritt beim letztjährigen South-By-Southwest-Festival versetzte das Trio die Musikwelt in helle Aufregung.
Dass die Vorschusslorbeeren zurecht verteilt wurden, lässt sich jetzt auf ihrem ersten Album, „With Love And Squalor„, nachhören. We Are Scientists begeistern mit zwölf eingängigen und krachigen Rocksongs, allen voran der Opener „Nobody Move, Nobody Get Hurt“.
Musiker mit viel Humor
Dass die Drei das Herz an der richtigen Stelle haben, zeigt bereits das Cover ihres Albums. Den besonderen Humor, den die Band nicht nur auf dem Plattencover versprüht, teilen alle drei Musiker. Als reine Spaßtruppe sollte man We Are Scientists deshalb allerdings nicht abtun, dazu gehen sie ihre Musik dann doch viel zu ernsthaft an. „Wir haben nur zweieinhalb Wochen für die Aufnahmen benötigt“, erklärt Keith Murray, „da wir alle Songs schon sehr oft live gespielt hatten und mit allen Details in den Songs vertraut waren.“
Bevor die Band bei Virgin einen Vertrag unterschrieb, hatte sie in Eigenregie drei EPs veröffentlicht, die sie ausschließlich bei ihren Konzerten verkaufte. „Die dritte EP, die bereits vor mehr als einem Jahr erschien, bestand hauptsächlich aus Demos von Songs, die wir dann auch für,With Love And Squalor‘ einspielten“, sagt Murray. Und auch das Debütalbum war zu diesem Zeitpunkt bereits fertig.
Teamwork für die richtige Musik
Für die Titel zeichnen alle drei Bandmitglieder zu gleichen Teilen verantwortlich. „Meistens läuft es aber so, dass ich den anderen beiden ein neues Stück von mir vorstelle und wir dann gemeinsam festlegen, wie der Song klingen soll“, erzählt er. „Das Endergebnis hat mit meiner Version meistens nicht mehr viel zu tun.“
Als Produzent verpflichtete das Trio Ariel Rechtshaid von der Independent-Band Foreign Born – einen alten Freund und Bekannten aus Los Angeles, der bisher noch nie in größerem Maßstab gearbeitet hat. „Wir vertrauen seinem musikalischen Geschmack vollkommen. Er kennt uns sehr gut und weiß, wie er das Beste aus uns rausholen kann.“ Die Zusammenarbeit für ein Folgealbum haben We Are Scientists mit Virgin vertraglich geregelt. „Wenn wir wollen, dann können wir Ariel auch für die nächste Produktion verpflichten.“
Das Live-Publikum bestimmt
In den vergangenen zwei Jahren spielte die Band an Ost- und Westküste der USA viele Liveshows. „Für uns ist es extrem wichtig zu sehen, wie die Leute auf unsere Musik reagieren. Wenn bei einem neuen Song die Aufmerksamkeit der Konzertbesucher deutlich nachlässt, dann weiß man sofort, dass er noch nicht perfekt ist.“
Mit dieser Methode ist es der Band erfolgreich gelungen, für ihr Debütalbum einen Hit an den anderen zu reihen. Auch in Europa testeten sie ihre Musik: „Wir haben inzwischen sechs Tourneen in England absolviert und kommen schön langsam auf den Geschmack. Als wir das erste Mal in Deutschland unterwegs waren, hatten wir leider kaum Zeit, uns das Land anzuschauen. Aber das werden wir bei unserer nächsten Stippvisite garantiert nachholen.“


