Am 10. Februar ist es wieder soweit: In Los Angeles werden die wichtigsten internationalen Musikpreise verliehen, die Grammys. Beste Aussichten auf einen in diesem Fall alles andere als schmerzhaften Grammophon-Regen hat Kanye West. Der US-Rapper geht mit acht Nominierungen ins Rennen und ist damit haushoher Favorit. Mit sechs Nominierungen folgt ihm Amy Winehouse dicht auf.
Die britische Soulsängerin und West kämpfen unter anderem um den Titel des besten Albums. Konkurrenz machen ihnen in dieser Kategorie die Foo Fighters und Beyoncé Knowles. Die mit ihrer Drogensucht kämpfende Winehouse ist zudem mit ihrem Song „Rehab“ in der Kategorie „Bester Song“ nominiert. Hier tritt sie erneut gegen Beyoncé sowie gegen Justin Timberlake, Carrie Underwood und Plain White T’s an. Den Platz als beste Nachwuchskünstlerin versuchen ihr unter anderem die Kanadierin Leslie Feist sowie die erst 17 Jahre alte Country-Überraschung Taylor Swift streitig zu machen.
Deutsche Klassiker und amerikanische Präsidenten
Wie eigentlich fast jedes Jahr ist auch 2008 erneut der deutsche Bassbariton Thomas Quasthoff im Rennen um das goldene Grammophon. Er und die Klarinettistin Sabine Meyer sind in jeweils zwei Kategorien nominiert. Quasthoff verlässt in diesem Jahr gar die Gefilde der Klassik. Seine CD „The Jazz Album – Watch What Happens“ steht auf der Liste der besten Crossover-Alben.
Unter den potenziellen Gewinnern finden sich in diesem Jahr auch ehemalige US-Präsidenten und solche, die es einmal werden wollen. Barack Obama, Präsidentschaftsanwärter der Demokraten, ist mit der Hörbuch-Version seines Buchs „The Audacity of Hope“ in der Kategorie bestes gesprochenes Album nominiert. Seine Konkurrenten sind zwei Ex-Präsidenten: Bill Clinton und Jimmy Carter.


