Die „Leermittelabgabe“ auf MP3-Player in Kanada ist Geschichte. Der oberste Gerichtshof des Landes lehnte eine Revision der im Dezember 2004 als rechtswidrig erklärten Tantiemenpauschale ab. Nun müssen die seither vom Canadian Private Copying Collective eingesammelten vier Mio. kanadischen Dollar (2,68 Mio. Euro) an „iPod-Steuer“ zurück erstattet werden. Die Pauschalabgabe, die in Kanada zwischen Dezember 2003 und Dezember 2004 auf MP3-Player mit Festplatte erhoben wurde, ist rechtswidrig, hatte ein Bundesgericht in Ottawa damals geurteilt. Das Copyright Board von Kanada habe nicht das Recht, derartige Pauschalen festzulegen.
Das staatliche Gremium hatte im Dezember 2003 eine Rechtsvorlage für den Umgang mit Onlinemusik vorgelegt und eine Abgabe auf alle Aufnahme- und Abgabegeräte mit fest eingebauten Speichern beschlossen. Die Gebühr betrug je nach Speicherkapazität zwischen zwei und 25 Dollar (1,34 bis 16,75 Euro) pro Gerät. Das dadurch eingenommene Geld floss in einen Fonds, aus dem Musiker und Songschreiber für entgangene Einnahmen entschädigt werden sollten. Aufgrund der unklaren Rechtslage lagen die Tantiemen bislang auf einem Sperrkonto und sollen nun an die Hersteller und Importeure der Geräte zurückbezahlt werden. Ob das Geld in der Folge auch an die Kunden der MP3-Player weitergereicht wird, ist derzeit nicht bekannt.


