Musik

Kanadier laden weniger Musik aus dem Internet

In Kanada streiten sich die Statistiker: Der Branchenverband CRIA behauptet in einer Studie, dass die wachsende P2P-Nutzung die Verkäufe von CDs behindert. Dagegen stellt aber das Statistikbüro des Landes fest, dass in Kanada immer weniger Musik aus dem Netz gezogen wird.

In Kanada sind sich die Statistiker nicht einig: Der Branchenverband CRIA behauptet in einer aktuellen Studie, dass die wachsende P2P-Nutzung die Verkäufe von CDs behindert. Dagegen stellt aber das offizielle Statistikbüro des Landes fest, dass in Kanada immer weniger Musik aus dem Netz gezogen wird. Laut Statistics Canada stieg zwar die Zahl der Breitbandanschlüsse zwischen 2001 und 2003 rapide an und die Nutzung des Internets durch die kanadische Bevölkerung nehme stark zu, doch die Zahl derer, die Musik downloaden, sei in den untersuchten Jahren deutlich gefallen. Nur noch knapp 38 Prozent der privaten Internetnutzer haben nach Angaben der offiziellen Stelle im Jahr 2003 Musik aus dem Netz gezogen. Zwei Jahre davor waren es noch 48 Prozent. Nach Ansicht der CRIA ist jedoch gerade die wachsende Zahl der Downloader für den Absatzeinbruch der kanadischen Tonträgerindustrie verantwortlich. In einer aktuellen Studie versucht der Verband die Wechselwirkung zwischen illegalen Downloads und sinkendem CD-Konsum zu belegen.

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