Musik

Kanadas Musiker machen Druck bei der Politik

Kurz nach ihrer Gründung geht die kanadische Musikerkoalition bei der Lobbyarbeit auf Konfrontationskurs mit dem Tonträgerverband des Landes. Im Dialog mit Kulturministerin Oda und Wirtschaftsminister Bernier fordert die CMCC eine Abkehr von DRM und P2P-Klagen.

Nur wenige Wochen nach ihrer Gründung geht die kanadische Musikerkoalition bei der Lobbyarbeit auf Konfrontationskurs mit dem Tonträgerverband des Landes. Im Dialog mit Kulturministerin Beverly Oda und Wirtschaftsminister Maxime Bernier fordert die Canadian Music Creators Coalition (CMCC) eine Abkehr von der DRM-Unterstützung und den Klagen gegen P2P-Nutzer.

CMCC-Mitgründer Steven Page, ein Bandmitglied der Barenaked Ladies, Brendan Canning (Broken Social Scene) und Andrew Cash (Cash Brothers), die auch gegen Kopiersperren auf CDs und DVDs eintreten, trafen am 8. Mai mit den beiden Ministern der neuen kanadischen Regierung in Ottawa zusammen.

Die Regierung Kanadas arbeitet derzeit an einer Reform des Urheberrechts und die Canadian Recording Industry Association (CRIA) drängt dabei auf eine drastische Verschärfung der Strafen für Raubkopierer und Filesharer. „Wir haben den Ministern erklärt, dass kanadische Musiker ein neues Urheberrechtsgesetz nicht unterstützen werden, wenn es die Strafverfolgung unserer Fans erleichtert oder unnötige digitale Sperren auf unserer Musik gestattet“, sagte Page im Anschluss an das Treffen.

Die CMCC wollten sehr wohl für die Nutzung ihrer Werke vergütet werden, jedoch nicht wenn dafür loyale Fans verklagt werden müssten. „Es geht hier nicht darum, dass wir unsere Musik verschenken wollen“, so Page. „Wir fordern stattdessen eine innovative Herangehensweise.“

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