Musik

Kanadas Musiker fordern neues Urheberrecht

Kanadische Musiker mahnten vor dem Bundesparlament Nachbesserungen an den seit 1908 geltenden Urheberrechtsgesetzen des Landes an. Diese seien den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr gewachsen.

Verschiedene kanadische Musiker mahnten am 24. November vor dem Bundesparlament Nachbesserungen an den seit 1908 geltenden Urheberrechtsgesetzen des Landes an. Der dort verankerte Schutz geistigen Eigentums sei den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr gewachsen, klagten Künstler wie Tom Cochrane, Bluessängerin Jully Black oder Jim Cuddy, Sänger der Formation Blue Rodeo. Unterstützung erhielten sie vom kanadischen Branchenverband CRIA: „Herunterladen, Filesharing und P2P-Netzerke – das sind alles nur euphemistische Beschreibungen von Piraterie“, klagte der neue CRIA-Vorsitzende Graham Henderson. Das geltende Urheberrecht schade der Musikwirtschaft und den Künstlern.

Als Beleg für den Einfluss illegaler Downloads gilt der CRIA dabei ein Test mit Aufnahmen der Formation Tragically Hip: In nur einem Monat habe man 2,8 Mio. Anfragen nach unautorisierten Downloads von Tracks dieser Band in den Netzwerken registriert, gleichzeitig seien über den kanadischen Downloadshop Puretracks aber nur 1000 ihrer Songs legal verkauft worden. In Kanada sind die Umsätze der Musikbranche binnen weniger Jahre um rund ein Drittel eingebrochen. Vor Gericht hatte die CRIA bislang wenig Erfolg im Kampf gegen P2P-Nutzer.

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