Musik

Kanadas Branche geht in Revision

Der kanadische Branchenverband CRIA geht bei seinem Versuch, Filesharer vor den Kadi zu ziehen, in die nächste Runde. Bei einem Revisionsverfahren vor dem Federal Court of Appeal will sich die CRIA das Recht erstreiten, gegen P2P-Nutzer juristisch vorzugehen.

Der kanadische Branchenverband CRIA geht bei seinem Versuch, Filesharer vor den Kadi zu ziehen, in die nächste Runde. Bei einem Revisionsverfahren vor dem Federal Court of Appeal will sich die CRIA das Recht erstreiten, gegen P2P-Nutzer juristisch vorzugehen. Am 31. März hatte Bundesrichter Konrad von Finckenstein entschieden, dass fünf kanadische Internet Service Provider die Identitäten von 29 mutmaßlichen Filesharern nicht preisgeben müssen. Das Downloaden von Musik aus dem Netz sei nach kanadischem Urheberrecht nicht strafbar, so der Richter. Dem widerspricht die CRIA und unterstellt von Finckenstein, er habe falsche juristische Schlüsse gezogen. Neben der CRIA treten der kanadische Verband der Filmverleiher und diverse Software-Firmen als Unterstützer der Revisionsklage auf. Die ISPs haben nun 30 Tage Zeit, um ihre Position neu zu formulieren. Beobachter rechnen mit einer Entscheidung bis Ende des Jahres. In der Zwischenzeit erhöht die CRIA ihren Druck auf die kanadische Regierung. Sie soll das Urheberrecht an die technologischen Entwicklungen anpassen.

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