Musik

Kanada bleibt Entwicklungsland für bezahlte Downloads

Legale Download-Angebote haben es weiterhin schwer in Kanada. Laut neuesten Untersuchungen nutzen kanadische Teenager P2P-Netze wieder stärker, wohingegen kommerzielle Dienste zumeist leer ausgehen.

Legale Download-Angebote haben es weiterhin schwer in Kanada. Laut neuesten Untersuchungen nutzen kanadische Teenager P2P-Netze wieder stärker, wohingegen kommerzielle Dienste zumeist leer ausgehen. Die Marktforscher der Solutions Research Group haben ermittelt, dass 51 Prozent der Kids zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühjahr 2004 Musik aus dem Netz herunter geladen haben. Dieser Wert liegt zwar niedriger als vor einem Jahr (60 Prozent), aber deutlich über dem Wert aus dem Winter 2003 (40 Prozent). Von den 20- bis 29-Jährigen lädt fast jeder Dritte seine Hits aus dem Netz. Den zwischenzeitlichen Einbruch der Download-Tätigkeit führt Solutions Research auf die Klage- und PR-Kampagne der US-amerikanischen RIAA zurück, die mehrere Tausend P2P-Nutzer vor den Kadi zog. In Kanada hingegen ist die private Nutzung von P2P-Netzwerken legal. Entsprechend schwierig gestaltet sich deshalb das Geschäft von Angeboten wie PureTracks oder Napster, die es auf dem kanadischen Markt mit bezahlten Downloads versuchen. Laut Solutions haben erst acht Prozent der Kanadier je eine Bezahlseite besucht: 80 Prozent dieser Besuche dienten Informationszwecken, 20 Prozent der Besucher – also nur 1,6 Prozent der kanadischen Musiksurfer – kauften dort tatsächlich ein.

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