Musik

Kampeter kritisiert Quoten-Pläne

Mit Skepsis hat Steffen Kampeter, CDU-Obmann im Haushaltsausschuss und Berichterstatter für Kultur, auf die Popkomm.-Keynote von Staatsminister Julian Nida-Rümelin und dessen Initiative für eine Radioquote reagiert.

Mit Skepsis hat Steffen Kampeter, CDU-Obmann im Haushaltsausschuss und Berichterstatter für Kultur, auf die Popkomm.-Keynote von Staatsminister Julian Nida-Rümelin und dessen Initiative für eine Radioquote reagiert. Die Quote sei ein Instrument zur Vermarktung von Produkten, die regulär keinen Markt hätten. Sie könne weder Qualität noch verlässliche Rahmenbedingungen ersetzen. „Jede Förderung der deutschen Produktionen ist zu begrüßen. Aber noch mehr Gesetz und Vorschriften ersticken vor allem die Kreativität und den Wettbewerb,“ kommentierte Kampeter. Er kündigte an, im Falle eines Wahlsieges der Union die Kreativen von einem „Dschungel von Gesetzesvorschriften“ zu befreien und die Förderung der deutschen Musikwirtschaft im Rahmen des finanziell Möglichen voranzutreiben. In diesem Zusammenhang sei es, so Kampeter, „empörend, dass die EU-Richtlinie zum Urheberrechtsgesetz durch eine Politik der ruhigen Hand nicht mehr vor den Bundestagswahlen verabschiedet werde.“ Auch beim Thema Musikexport-Büro habe die Bundesregierung bislang gemauert. Umso verwunderlicher sei es nun, dass Nida-Rümelin jetzt Versprechungen mache. „Spät kommt er, aber er kommt tatsächlich noch,“ so Kampeter.

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