Der Obmann der Unions-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss und dortiger Berichterstatter für Kultur, Steffen Kampeter, lehnt weitere Zahlungen des Bundes an den von der Insolvenz bedrohten Deutschen Musikrat vorerst ab. Erst nach einer wirtschaftlichen Bestandsaufnahme und Vorlage eines tragfähigen Entschuldungskonzeptes des Trägers könne eine weitere Förderung erfolgen. Das Netzwerk des Musikrates solle allerdings erhalten bleiben. „Kurzfristig muss es darum gehen, für die laufenden Projekte einen organisatorisch und finanziell kompetenten Projektpartner zu finden“, so Kampeter, der zudem eine Prüfung des „offensichtlichen Missmanagements im Apparat“ durch den Bundesrechnungshof forderte. So sei zu klären, ob durch die Entlastung des Vorstandes auf der letzten Mitgliederversammlung eine Einschränkung der Haftung erreicht werden sollte. Außerdem müsse die Bundesregierung darlegen, wann sie Kenntnis von der Situation erhalten habe und welche Maßnahmen zur Vermeidung der Überschuldung sie ergriffen habe.
“ (05.11.02)
“ (04.11.02)



