Musik

Kammersängerin protestiert gegen „Sparwüteriche“

„In großer Sorge“ wendet sich die Münchner Kammersängerin Edita Gruberova in einem offenen Brief an Ministerpräsident Edmund Stoiber.

“In großer Sorge“ wendet sich die Münchner Kammersängerin Edita Gruberova in einem offenen Brief an Ministerpräsident Edmund Stoiber. Grund dafür ist die geplante Auflösung des Münchner Rundfunkorchesters. Diese bezeichnet die Sängerin als „brutale Entscheidung“ des BR-Intendanten Thomas Gruber, die ihr das „schmerzhafte Gefühl“ gebe „durch ‚Kunstamputation‘ mitleidslos an die Kante eines drohend tiefen Abgrunds gestoßen zu werden“. Das Münchner Rundfunkorchester sei ein „hervorragender Klangkörper und ein in jahrelanger Aufbauarbeit zu einer wichtigen Institution herangewachsenes Kollektiv.“ Deswegen fordert Gruberova den Ministerpräsidenten auf, „jene in die Wüste zu schicken, die sich erlauben, seine Existenz zu gefährden“. Die Trägerin mehrerer bayerischer Verdienstauszeichnungen erbittet von Stoiber „persönliche Hilfe bei der Zähmung gewisser Sparwüteriche, die durch ihre Kunst- und Kulturzerschmetterungsaktion die deutsche Nation in eine bessere Zukunft zu führen glauben“.