Noch bis zum 7. August findet auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflughafen im brandenburgischen Groß Dölln das Bebersee Festival 2005 statt. Schwerpunkt der diesjährigen Konzertreihe ist der 60. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima 1945. Unter dem Motto „Von West nach Ost“ lädt Pianist Markus Groh zu einer musikalischen Reise von den USA über Europa bis nach Asien ein.
Dargeboten werden Werke von Leonard Bernstein, Samuel Barber, Mark-Anthony Turnage, Maurice Ravel, Dimitri Schostakowitsch, Xiaoyong Chen und Toru Takemitsu. Auch zwei Uraufführungen sind geplant: Charlotte Seither komponierte speziell für Markus Groh ein neues Klavierstück. Den Auftrag für ein neues Klavierquartett erhielt Søren Nils Eichberg. Veranstalter des Festival ist der Förderverein Bebeseer Konzertwochen.
Neben dem interessanten Programm unterschiedlicher Musiktraditionen widmet sich das Festival dieses Jahr einem sehr ernsten Thema: Anlässlich des 60. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima am 6. August 1945 bildet Japan den Schwerpunkt der Veranstaltung. So findet zum Jahrestag auch ein Sonderkonzert im Gedenken an die Opfer statt.
Der Veranstaltungsort gliedert sich als historische Stätte in das Konzept mit ein: Der Militärflughafen war einst der größte Stützpunkt der Warschauer-Pakt-Mächte in Mitteleuropa.
Die Schirmherrin, Brandenburgs Kultusministerin Johanna Wanka, ist begeistert von dem Festival und lobte die „Balance zwischen dem Gestern, der Gegenwart und der Zukunft“. Auch sie wird am 5. und 6. August den Veranstaltung beiwohnen und der Opfer gedenken.
Seit fünf Jahren beherbergen die Hangars des ehemaligen Militärflughafens das Kammermusikfestival in der Schorfheide.
Weitere Informationen zum Festival finden sich unter www.bebersee.de.



