Musik

Kalifornien gewährt Musikern mehr Rechte

In Kalifornien steht ein Gesetz kurz vor der Verabschiedung, das es Künstlern künftig gestattet, die Tantiemenabrechnungen ihrer Plattenfirmen prüfen zu lassen.

In Kalifornien steht ein Gesetz kurz vor der Verabschiedung, das es Künstlern künftig gestattet, die Tantiemenabrechnungen ihrer Plattenfirmen prüfen zu lassen. Der Ausschuss für Arts & Entertainment in der California Assembly stimmte einem entsprechenden Gesetzesentwurf einstimmig zu. „Das ist das erste Mal, dass Künstler ein verbrieftes Recht in ihren Verträgen erhalten“, argumentierte der demokratische Senator Kevin Murray, der den legislativen Prozess in Gang gebracht und bereits vor Jahren Plattenfirmen beschuldigt hatte, Künstler systematisch zu betrügen. Jetzt erst bekämen Musiker die Möglichkeit, ihr wahres Einkommen zu ermitteln – Notfalls durch eine Buchprüfung, so Murray. Die RIAA begrüßte dennoch das neue Gesetz, das künftig für Klarheit in den Beziehungen zwischen Künstlern und Labels sorgen werde. RIAA-Chef Mitch Bainwol wies jedoch darauf hin, dass viele Plattenfirmen ihre Tantiemenabrechnungen in den vergangenen Monaten und Jahren freiwillig modernisiert und transparenter gemacht hätten. Das neue Gesetz gilt frühestens ab August, nachdem Gouverneur Arnold Schwarzenegger es mit seiner Unterschrift rechtskräftig gemacht hat.

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