In den meisten Kategorien gewannen die Favoriten bei den Brit Awards, die am Abend des 15. Februar im Londoner Earls Court verliehen wurden. Doch wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass es Newcomer wie Kaiser Chiefs, James Blunt, KT Tunstall oder Arctic Monkeys in kürzester Zeit in den Olymp der britischen Popwelt schaffen würden?
Die Kaiser Chiefs, die mit ihrem Album „Employment“ die Herzen der Fans im Sturm eroberten, sicherten sich mit drei Auszeichnungen die höchste Ausbeute des Abends. Das Quintett aus Leeds, benannt nach einem südafrikanischen Fußballverein, dessen Star zu Leeds United gewechselt war, gewannen die Brits in den Kategorien British Group, Live Act und Rock Act.
Mit je zwei Trophäen gingen Coldplay, Green Day und James Blunt nach Hause. Coldplay erhielt Preise für die beste britische Single („Speed Of Sound“) und das beste britische Album („X&Y“). Green Day wurden als beste internationale Gruppe und für das beste internationale Album („American Idiot“) ausgezeichnet. Balladier Blunt („Back To Bedlam“) bekam seine Preise als bester Pop Act und bester britischer Solist. Ein Umstand, der einem anderen Preisträger leicht missfiel: Paul Weller, für sein Lebenswerk geehrt, erklärte unlängst, er würde lieber seine eigenen Exkremente essen, als ein Duett mit Blunt singen zu müssen.
Ansonsten standen die diesjährigen Brits mehr denn je im Zeichen des Nachwuchses: Die Arctic Monkeys sind erwartungsgemäß der British Breakthrough Act, Jack Johnson gewann diese Kategorie im internationalen Bereich und KT Tunstall ist die beste Solistin, wobei sie u.a. Kate Bush ausstach. Aber auch die Routiniers kamen zu Awards: Madonna erhielt einen Brit als beste internationale Solistin, ihr männliches Pendant wurde Kanye West. Und der beste urbane Brite ist Lemar. Bei der Preisverleihung, die zum letzten Mal im Earls Court über die Bühne ging, waren rund 4.000 Gäste geladen.




