Musik

Jury disst Westlife

Die Boygroup wurde zur schlechtesten Band gewählt.

Inspiriert von Supermodell Naomi Campbell, der Preisträgerin der ersten Stunde, küren Journalisten und Vertreter der Plattenfirmen alljährlich den schlechtesten Beitrag zum Musikgeschäft. Die zweifelhafte Auszeichung wird insgesamt in 15 Kategorien vergeben. Den Rahmen der Veranstaltung bildet ein englischer Pub, in dem die Jury in ungezwungener Atmosphäre nach Herzenslust über die nominierten Künstler lästern kann.

Nach Ansicht der Jury gebürt Westlife in diesem Jahr der Titel der schlechtesten Band. Mit ihrem „asexuellen Balladengenerve“ machen sie den Kritikern zufolge eindeutig das Rennen. Und auch bei dem zuletzt stark gebeutelten Ex-Libertine Pete Doherty kennen die Naomi-Macher keine Gnade. Sie erkoren ihn zum schlechtesten Live-Act. Ihr Urteil verpackten sie als Wortspiel: „Shambles is the word“ begründeten sie die Wahl in Anlehnung an Dohertys neue Band Babyshambles.

Revanche bei den Brit Awards?

Ein heißer Naomi-Kandidat ging in diesem Jahr hingegen leer aus: Sir Cliff Richard. Er habe – wider Erwarten – im vergangenen Jahr keine Weihnachtssingle veröffentlicht und sei daher aus dem Kreis der Naomi-Anwärter ausgeschieden. Den Hauptpreis der „Outstanding Contribution“ sicherte sich überraschend der Castingshow-Juror Louis Walsh, der eine zentrale Rolle in der englischen Version von „Popstars: Das Duell“ spielte und Westlife als Manager zu Seite steht. Allzu lang wird die Naomi-Schmach die Jungs von Westlife allerdings nicht verfolgen. Denn bei den Brit Awards sind sie ebenfalls nominiert, in der Kategorie des besten Pop-Acts.