Die Umsätze im digitalen Musikgeschäft sollen sich in den USA im Laufe des Jahres 2004 im Vergleich zum Vorjahr auf 270 Mio. Dollar verdoppeln. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie zum Musikgeschäft der Marktforscher von Jupiter, die Analyst David Card am 26. Juli auf der Plug.IN-Konferenz vorstellte. Bis zum Jahr 2009 sei ein Niveau von 1,7 Mrd. Dollar möglich, das wären rund zwölf Prozent des gesamten Musikbudgets der Konsumenten. Card erwartet zwar, dass das digitale Geschäft der US-amerikanischen Musikbranche zu einem Ende der Krise und zu erneutem Wachstum verhilft, allerdings sei nicht mit einem Ende der CD zu rechnen: Digitale Vertriebsmodelle würden die CD nicht ersetzen. Ebenso wenig sei das Musikgeschäft alleridngs in der Lage, seine Rekordumsätze aus dem Jahr 1999 noch einmal zu wiederholen.
Mit seinem Ausblick auf kommende Trends im Onlinegeschäft machte Jupiter-Marktforscher Card zudem Anbietern wie RealNetworks Mut: Die Umsätze mit Abo-Modellen würden mittelfristig die von Track-Verkäufen überholen. „Die US-Musikbranche sollte den digitalen Musikvertrieb als einen von mehreren Wachstumsbringern sehen“, meinte Card. Dabei sei hier mit Zuwächsen etwa auf demselben Niveau wie im Bereich der Lizenzierung von Musik für Klingeltöne, Games oder die Werbung zu rechnen.



