Der Startschuss für den Musikbereich bei e-m-s new media fiel im Oktober 2001 mit „Paul McCartney – Get Back“. Diese Produktion hat sich bis jetzt schon über 17.000-mal auf DVD verkauft. Übertroffen haben dieses Ergebnis die No Angels. Die „Popstars“-Gruppe setzte fast 50.000 DVDs und 15.000 VHS-Kassetten ab. „Dies liegt jedoch sicher auch an der jungen Zielgruppe dieses Titels“, erläutert Rolf Pietsch den hohen VHS-Anteil dieses Produktes. Am 27. März veröffentlichte e-m-s als Fan-Produkt die zweite „Popstars“-Edition „Bro’Sis – The Making Of A Band – Part 2“. Zwei weitere bisher erschienene Produktionen sind „Ricky Martin – European Tour“ und „Legends Of New Orleans“. Hier sei der VHS-Anteil wesentlich geringer gewesen, so Pietsch. Darüber hinaus hat e-m-s noch vereinzelt Klassik-DVDs im Repertoire. Am 25. April steht mit „Kiss – Live In Las Vegas“ das nächste Highlight an. e-m-s hat sich hier in punkto Bonusmaterial einiges einfallen lassen: Unter anderem eine Filmsequenz, die zeigt, wie die Kultband auf Hollywoods legendärem „Walk of Fame“ ihren Stern erhält. Ein Special über den Einfluss von Kiss auf die Musik und Popkultur der vergangenen 25 Jahre rundet die DVD ab.
Eigenproduktionen sollen bei e-m-s künftig eine große Rolle spielen, wie zum Beispiel der Titel „Willy de Ville“. Denn allgemein Musik-DVDs, insbesondere aber Live-Konzerte, haben für Pietsch ein Riesenpotenzial. Allerdings müsse sich neben den Elektrofachgeschäften auch der Tonträgerhandel dieses Themas konsequent annehmen, denn der könne damit den Rückgang bei CD-Verkäufen kompensieren. „Meines Erachtens ist die Musik-DVD im Handel am besten beim CD-Sortiment einsortiert“, findet der Vertriebsprofi. Wichtig sei dabei jedoch ein möglichst hoher Qualitätsstandard, vor allem beim Ton. „Der klassische CD-Hörer will sich Musik anhören. Das Bild dient dabei nur als Bonusmaterial. Darum gilt es, die Vorteile der DVD in punkto Ton auch entsprechend auszunutzen.“ Für Pietsch liegt die Zukunft der Musik-DVD daher auch in Formaten wie beispielsweise der DVDplus, denn sie ist breiter einsetzbar. „Konsumenten wollen ihre Musik nicht nur zuhause am Fernseher genießen, sondern auch mit ins Auto nehmen.“


