Musik

Juli entdecken Second Life

Als erste deutsche Band wagt sich das Quintett aus Gießen in das fünf Millionen Mitglieder umfassende Gesellschafts- und Internetphänomen.

Die Wege der Werbung sind unergründlich. Neueste Plattform zur Vermarktung der unterschiedlichsten Konsumgüter ist die Onlinewelt „Second Life“. Vor vier Jahren trat sie ihren Siegeszug durch das Internet an, mittlerweile gilt sie als neues Massenphänomen, an dem immer mehr Menschen teilhaben wollen. So auch Juli, das Gießener Gefühlspop-Quintett.

Kommenden Sonntag wird die Band um Frontfrau Eva Briegel im Rahmen eines Live-Chats ihre neue Single „Zerrissen“ vorstellen. Eine Stunde lang haben interessierte Avatare, also die dreidimensionalen Pixel-Persönlichkeiten der registrierten User, die Möglichkeit, den fünf Musikern ihre brennendsten Fragen zu stellen. Danach wird das Second-Life-Studio zu einer Disko umfunktioniert, in der das Video zur Single gezeigt wird. Ob das ausreichen wird, um die Avatare zum Tanzen zu bringen, wird sich zeigen.

Dream a little dream with me

Die Chancen von Juli, in der virtuellen Parallelwelt auf eine relativ große Zielgruppe zu treffen, stehen jedenfalls ganz gut. Schließlich sprechen sie mit ihren Texten eher die träumerisch veranlagten unter den Popkonsumenten an. Und die dürfte man in dem obskuren Internet-Utopia zuhauf antreffen.