“Durch meine langjährigen Kontakte ist es mir gelungen, Liebing von einem Auftritt zu überzeugen“, freut sich Mike Hasemann alias DJ Mike MH-4, Geschäftsführer des Szenemagazins „Die Piste“ und Veranstalter des seit 1996 existierenden alpha-Rave. So richtet er dem mit einem Deutschen Dance Award geehrten DJ einen eigenen Dancefloor in der Schweriner Sport- und Kongresshalle ein, wo dieser dann die Turntables nur mit Adam Beyer und The Advent teilen muss. Diese Sorgfalt versteht Hasemann als Dienst am Besucher; er sieht darin auch das Erfolgsgeheimnis der Veranstaltung, die vor sieben Jahren mit 3000 Zuschauern startete und mit über 7000 Techno-Fans schließlich ihre Kapazitätsgrenze erreichte. Im vergangenen Jahr setzten die Veranstalter allein 70 Prozent der Karten im Vorverkauf ab. Dieser Wert mache sich auch bei der Preisgestaltung bemerkbar, sagt Mike Hasemann: „Anders als manche Großveranstaltung im Techno-Bereich nehmen wir eben nicht 40 Euro, sondern nur 18 Euro. Und wir legen Wert auf bezahlbare Getränkepreise, Service vor Ort und Dekorationen in allen sechs Areas.“ Damit habe sich alpha als Zugnummer vom Negativ-Trend in der Dance-Szene abgekoppelt, die geprägt sei vom Club-Sterben und von sinkenden Besucherzahlen auch bei hochkarätig besetzten Live-Events.
Zu den Kooperationspartnern der 14-stündigen Veranstaltung gehören unter anderem Bitburger, McDonalds, Pioneer, sunshine live und das Dance-Label Kontor, wo die „alpha“-Kopplung erstmals im vergangenen Jahr erschienen ist. Bislang hat sie über 10.000 Einheiten verkauft. Die aktuelle „alpha“-Compilation 2003 trägt zum PR-Effekt ebenso bei wie 50.000 Flyer, die im alpha-Einzugsgebiet von Sachsen-Anhalt bis nach Berlin und Magdeburg verteilt werden. Die Fans können sich auf über 40 DJs freuen, darunter Benny Benassi, Kai Tracid und Tillmann Uhrmacher. „Die Künstler kommen gern“, sagt Hasemann. Denn er bezahle die Gagen grundsätzlich im Voraus, auch wenn diese etwas niedriger ausfielen als anderswo. Tröstend seien dafür die „schönen Frauen, die zur alpha kommen. Das wissen die DJs zu schätzen“, schmunzelt Hasemann.



