Rock-Altmeister Neil Young feierte mit prominenten Gästen wie Pearl Jam, Brian Wilson und der Dave Matthews Band am vergangenen Wochenende das 20-jährige Jubiläum der Benefizkonzertreihe zugunsten seines Therapieprojekts „Bridge School“ für behinderte Kinder. Ebenfalls mit von der Partie im ausverkauften Shoreline Amphitheatre bei San Francisco waren die Foo Fighters, Gillian Welch & David Rawlings, Death Cab For Cutie und Devendra Banhart, in dessen Band der legendäre Folk-Veteran Bert Jansch Gitarre spielte. Trent Reznor von den Nine Inch Nails trat erstmals als Solo-Künstler live auf und ließ sich von einem Streichquartett begleiten.
Wie stets bei den „Bridge School“-Gigs kamen fast auschließlich akustische Instrumente zum Einsatz. Initiator Neil Young trat sowohl mit einem Solo-Set als auch mit Band auf und nutzte die Gelegenheit zu ausgiebigen Jam-Sessions mit seinen Gästen. So brachte er mit Pearl Jam den Song „Throw Your Hatred Down“ vom gemeinsamen Album „Mirror Ball“ (1995) dar und spielte Orgel für Brian Wilson bei „Good Vibrations“.
Young, selbst Vater zweier schwerstbehinderter Söhne, und seine Frau Pegi gründeten 1986 die Hilfseinrichtung „Bridge School“, in der mehrfach behinderte Kinder betreut und ausgebildet werden können. Zu deren Gunsten findet seither jährlich das Benefizkonzert statt, bei dem unter anderen auch schon Paul McCartney, Bob Dylan, Bruce Springsteen und Tom Petty auftraten. Einziges bislang erhältliches Tondokument der Konzertreihe ist die 1997 bei Warner erschienene CD „Bridge School Concert Vol. 1“, auf der neben Young u.a. David Bowie, Patti Smith und Elvis Costello zu hören sind. iTunes plant nun, ab 14. November Live-Aufnahmen der „Bridge School“-Auftritte von mehr als 70 Künstlern als Downloads zu verkaufen.



