Musik

Jon Bon fühlt sich wie Tom

Der Frontmann von Bon Jovi glaubt, er sei der Tom Cruise des Musikgeschäfts – alle lieben ihn, aber niemand ehrt ihn.

Armer Jon Bon. Da steht man mitten im Leben, hat Haus, Baum und Familie, Erfolg obendrein und trotzdem schlummert eine tiefe Unzufriedenheit zwischen den schmerzenden Eingeweiden. Die Ungerechtigkeit der Welt wühlt den Frontmann von Bon Jovi dermaßen auf, dass er sie nun jedem der es wissen will, erzählt. Um es auf den Punkt zu bringen: er ist Tom Cruise.

Beziehungsweise fühlt er sich so. Denn genau wie der „Mission: Impossible“-Darsteller kann sich der US-Rocker nicht über mangelnden Erfolg beschweren. Ruhm und Ehre in Form von kleinen goldenen Schwerthaltern oder Grammophonen allerdings bleiben beiden verwehrt. Dass ab und an mal ein Bambi in ihre Arme hüpft, scheint da eher schnuppe zu sein.

Weitermachen bis zum Umfallen

Wörtlich meinte Jon Bon Jovi: „Ich bin der Elvis Costello des Films und in meiner Musik bin ich Tom Cruise. Die Kritiker loben mich für den Großteil meiner TV- und Filmprojekte, aber sehen will sie niemand. Und in meiner Band ist es wie bei Tom Cruise – ich habe allen Erfolg der Welt, aber der Typ bekommt einfach keinen Oscar. Was kann man da bitte machen?“

Immerhin: Unterkriegen lassen will sich der 45-Jährige nicht. Denn weiter meinte er, dass sich die Band einig sei, dass man den Rolling Stones nacheifern werde: „Ich schau mir Mick Jagger an, den ich verehre, und er sieht einfach gut aus. Nicht nur für einen 64 Jahre alten Kerl, sondern als Performer. Wir sind Musiker, das ist unsere Aufgabe, und solange wir gut klingen – wieso nicht?“