Diese stilistische Offenheit zeichnete ihn bereits in den 60er-Jahren aus, als er 1967 beim Start von BBC Radio 1 dabei war. Für den Sender holte er Jimi Hendrix für Musikaufnahmen ins BBC-Studio, woraus sich später die John Peels Sessions entwickelten. Für diese Reihe, von der auch zahllose Tonträger erschienen, produzierte er von nahezu jeder wichtigen Band Aufnahmen.
Peel wurde 1939 nahe der britischen Stadt Chester geboren, startete seine Radiokarriere jedoch in Amerika, wo er von 1962 bis 1965 für verschiedene Sender arbeitete. Zurück in Großbritannien war er zunächst für die progressiven Radiosender tätig, bevor ihn die BBC 1967 verpflichtete, um das erste Jugendprogramm des Senders aufzubauen. Mit Shows wie „The Perfumed Garden“ oder „Top Gear“ machte er sich schnell einen Namen und erlangte auch bei den Künstlern große Anerkennung.
Er förderte stets das aktuelle musikalische Geschehen und gehörte zu den ersten britischen DJs, die Punk, Reggae und HipHop vorstellten. Regelmäßig gewann er die Wahlen zum „Best Radio DJ“ bei verschiedenen Musikzeitschriften und erhielt 2002 die Sony-Gold-Auszeichnung für herausragende Verdienste um das Radio.
Bis zuletzt war er für die BBC tätig, moderierte vier Shows pro Woche und präsentierte auch für den deutschen Soldatensender BFBS eine wöchentliche Sendung. Er hinterlässt seine Frau Sheila, die er wegen ihres grunzartigen Lachens in seinen Sendungen liebevoll „The Pig“ nannte, und vier Kinder.


