Musik

John Adams erhält Nemmers Prize

Der US-amerikanische Komponist John Adams ist erster Gewinner des Michael Ludwig Nemmers Prize. Die Northwestern University in Chicago verleiht diese Auszeichnung für klassische Komposition künftig alle zwei Jahre.

Der US-amerikanische Komponist John Adams ist erster Gewinner des Michael Ludwig Nemmers Prize. Die Northwestern University in Chicago verleiht diese Auszeichnung für klassische Komposition künftig alle zwei Jahre. Der Preis ist mit 100.000 Dollar dotiert. Außerdem umfasst die Auszeichnung die Aufführung eines Werkes von Adams durch das Chicago Symphony Orchestra in der kommenden Spielzeit sowie ein vierwöchiges Gastspiel an der Northwestern University, wo Adams Gelegenheit hat, sich mit Studenten und Fakultätsmitgliedern auszutauschen. Der 57-Jährige zählt zu den erfolgreichsten Komponisten zeitgenössischer klassischer Musik in den USA. Sein Repertoire umfasst Orchesterwerke, Tanzmusik, Musik für Filme und Videos sowie elektronische und Instrumentalmusik. Zu Adams‘ bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Werken gehören die Kompositionen „Harmonium“, „Harmonielehre“, „Shaker Loops“ und „The Chairman Dances“. Er schrieb zudem auch zwei viel beachtete und kontrovers diskutierte Opern – „Nixon In China“ und The Death Of Klinghoffer“. Für das Stück „On The Transmigration Of Souls“, eine Komposition zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge auf das World Trade Center vom 11. September 2001, erhielt John Adams den Pulitzer-Musikpreis 2003.