Niemand werfe dem früheren Frontmann der Punk-Band The Clash vor, er trauere alten Zeiten nach. „Unsere beste Entscheidung war unsere Auflösung“, sagt Strummer ernst. „Die Versuchung, ewig weiter zu machen, ist groß. Der finanzielle Druck, unter dem solche Bands stehen, ist enorm. Im Rückblick bin ich froh, dass ich meine Freiheit wieder habe.“
Seine künstlerische Freiheit nutzen der Haudegen und seine Mescaleros weidlich aus, in seiner kunterbunten Farbigkeit gleicht „Global A Go-Go“ (CD-Best.-Nr. 5044020132) einer musikalischen Weltreise. Die einzige Konstante ist Strummers Stimme, darunter liegt mal Irish Folk, mal amerikanischer Country Blues, dann wieder jamaikanischer Ska, afrikanische Chöre oder kubanische Rhythmen. Offenheit und Toleranz sind entscheidende Größen im Wertesystem Joe Strummers.
„Wir nahmen das Album in Nord-London auf, wo der Mix der Nationalitäten wirklich beeindruckend ist. Jede ethnische Gruppe der Welt scheint dort ein Cafe oder Restaurant zu haben. Das hat die Platte mehr beeinflusst als jede abgehobene Ideologie. Die Szenerie in Nord-London beweist, Menschen können in der realen Welt miteinander auskommen.“ Seine Bodenständigkeit erklärt er folgendermaßen: „Ich habe schnell gemerkt, dass Leute, die etwas Aufmerksamkeit genossen haben, in ihrer eigenen Fantasie-Welt verloren gehen können. Dagegen habe ich immer versucht, offen und realistisch zu bleiben. Meine Neugier erstreckt sich bis hin zum Essen. Ich finde, man sollte möglichst viele Gerichte wenigstens probiert haben.“
Epitaph unterstützt die Veröffentlichung mit Anzeigen in den einschlägigen Musikmagazinen. Die Printpromotion wurde über Starkult abgewickelt. Features und Stories erscheinen unter anderem in „Visions“, „Musikexpress“, „Rolling Stone“ und dem „SZ Magazin“.



