Musik

Joan Records weitet das DVD-Sortiment aus

Mit Niedrigpreis-DVDs und Handelskooperationen mit Lebensmittelketten wie Aldi oder Müller verstärkt Joan Records das Engagement bei Musik-DVDs. Dabei bedient sich die Firma eines umfangreichen eigenen Katalogs.

“Warum soll eine DVD 25 Euro kosten?“, fragt Georg Kizdobranski, Geschäftsführer von Joan Records, im Gespräch mit musikwoche.de und fügt hinzu: „Schließlich geht es auch anders. Es gibt hervorragende Opernaufnahmen, die man für 9,99 Euro oder sogar noch weniger verkaufen kann. Bei uns geht diese Rechnung auf. Wir wollen unseren Kunden Top-Qualität zu einem günstigen Preis bieten.“ Mit dem eigenen Klassiklabel Brilliant Classics und dem Niedrigpreis-Label rainbowcd.com gelangen Joan Records im CD- und Multimedia-Segment erste Erfolge, die das Unternehmen mit der Ausweitung des DVD-Katalogs ebenfalls erzielen will. Schwerpunkt bleibt dabei die Klassik, wo 350 Titel auf CD und DVD im Programm sind. Hier besteht das Gesamtsortiment überwiegend aus konzerneigenen Lizenzen, die Joan Records, eine Tochterfirma der niederländischen Foreign Media Group, aus ihren Anfangstagen als holländische Produktionsfirma ansammelte.

Damals entstanden rund 50 Klassik-Programme fürs Fernsehen, wie Pieter van Winkel, Director Joan Records Niederlande, erläutert. „Der Erfolg war erstaunlich. Jetzt planen wir, eine ganze Reihe von Opern auf DVD zu veröffentlichen, denn sie eignen sich sehr gut für dieses Format.“ Nach Firmenangaben produziert Joan Records von den DVDs eine Erstauflage von etwa 10.000 Einheiten, während erfolgreiche Ausgaben wie „Celebration Of The Spirit“ in einem Zeitraum von zwei bis drei Monaten zwischen 30.000 und 50.000 Stück absetzen. Gleichzeitig steigt der DVD-Anteil am Gesamtsortiment. Anfang des Jahres lag er bei drei bis vier Prozent, mittlerweile beträgt er rund zehn Prozent. In erster Linie macht die Firma, so Kizdobranski, mit hohen Stückzahlen Umsatz. „Dadurch können wir Qualität halten und einen niedriger Preis garantieren.“