Hinter den JAZZnights steht laut Karsten Jahnke die Idee, „den Jazz aus den dunklen, verräucherten Clubs in die schönsten Hallen Deutschlands zu bringen und ihn damit nicht nur den eingefleischten Fans, sondern breiteren Schichten vorzustellen“. Zudem habe seine Firma mit den JAZZnights eine Tourneeserie etablieren wollen, die „sich durch kontinuierlich hochklassiges Programm als Gütesiegel in Sachen Jazz durchsetzen kann“. Diese Zielsetzungen sieht Jahnke verwirklicht. Seit 1999 präsentierte seine Firma Künstler wie Cassandra Wilson, Branford Marsalis, das Charlie Haden Quartet West, Dee Dee Bridgewater oder Diana Krall.
Die JAZZnights hätten entscheidend dazu beigetragen, dass die Karsten Jahnke Konzertdirektion in Sachen Jazz die „Pole Position unter den Veranstaltern in Deutschland beanspruchen darf“, so der Agenturchef. Erfreut ist Jahnke darüber, dass sich auf den Konzerten der Reihe „neben älteren Jazz-Afficionados auch erstaunlich viele junge Gesichter einfinden“. Die JAZZnights 2002/2003 starten ab dem 13. Oktober mit einer Tour von Saxofon-Veteran Sonny Rollins. Das Brad Mehldau Trio und das Bireli Lagrene Gipsy Project geben am 1. November ein gemeinsames Konzert in der Kölner Philharmonie. Lagrenes Gruppe reist zudem im Herbst mit dem Dave Brubeck Quartet unter dem Motto „Old Tigers, Young Lions“ durch die Republik.
Ab dem 28. November teilen sich das Terence Blanchard Quintet und das Nils Landgren Trio & Strings für neun Gigs deutsche Bühnen. Im März 2003 schließt eine Tour des Vibraphon-Virtuosen Gary Burton im Duo mit Pianist Makoto Ozone die kommende Konzertstaffel ab. Präsentator der JAZZnights ist die Möbeldesign-Firma Rolf Benz. Ohne solche Sponsoren ist eine Tourserie dieser Größenordnung heute nicht finanzierbar, betont Jahnke. Dank der JAZZnights und nicht minder erfolgreicher Touren wie der von Pat Metheny im Mai sieht Jahnke den Stellenwert von Jazz-Konzerten als stabil bis wachsend. Auch den Jazz-Anteil am Umsatz seiner Firma beziffert Jahnke als „eher zunehmend – im Gesamtumsatz jedoch als gering“. Da Jazz „seine Musik“ sei, werde er in jedem Fall immer Jazz-Konzerte veranstalten“.
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